SO-gegen-gewalt
Der Kanton Solothurn hat mit dem Projekt SO-gegen-gewalt 2007 eine Kampagne zur Förderung der Zivilcourage gestartet. Mit Plakataktionen , Inseraten, Vorträgen und Strassentheatern werden Handlungsanweisungen vermittelt, wie Gewalt begegnet und Zivilcourage gefördert werden kann. Gesellschaftliche Anlässe wie Märetfest, HESO, Oltner Chilbi werden als Plattformen benützt. Auf der Internetseite findet man Angaben zu den aktuellen und vergangenen Gewaltpräventionsprojekten sowie Unterstützung, um ein eigenes Projekt im Bereich der Gewaltprävention zu starten. Zudem werden auch Leitfäden und Borschüren zur Verfügung gestellt.
Aktion Courage
Die Aktion Courage wurde 2001 ins Leben gerufen, nachdem Skinheads an einem Stadtfest in Burgdorf randaliert hatten. Mit Versammlungen, kulturellen Aktionen und mit dem Tragen von Pins und T-Shirts mit dem Courage-Logo protestierten Burgdorfs Bewohner gegen rechtsextreme Gewalt. Viele trugen sich auch auf einer Liste ein, um mit ihrem Namen für ihren Protest einzustehen. Die Liste wurde zuerst im Lokalblatt veröffentlicht und ist jetzt auf der Website von Courage einsehbar. Bis heute haben fast 1500 Personen unterschrieben. Courage versteht sich als Bürgeraktion, die bei Bedarf schnell und unbürokratisch aktiv wird - zuletzt im Frühjahr 2006, nach einem weiteren Fall von rechtsextremer Gewalt. Courage ist keine Anlaufstelle für Probleme mit Rechtsextremen - das ist in dieser Region gggfon - aber Personen, die in ihrem Wohnort oder Verein eine ähnliche Aktion organisieren wollen, werden gerne beraten. Auskunft erteilt die Bildungsdirektion der Burgdorfer Stadtverwaltung, die Courage als logistisches Zentrum dient.
Solidaritätsnetz - Gemeinden gegen Rechtsextremismus
Das Solidaritätsnetz unterstützt Gemeinden, die niederschwellige Anlaufstellen für Opfer und Zeugen von Rechtsextremismus und fremdenfeindlicher Gewalt einrichten wollen. Die Mitarbeiter solcher Anlaufstellen lernen, mit rechtsextremen Jugendlichen umzugehen und Präventionsprojekte zu konzipieren und durchzuführen. Die Stellen in den verschiedenen Gemeinden sollen dann zu regionalen "Solidaritätsnetzen" verknüpft werden, über die sich alle Beteiligten austauschen können. Anbieter : National Coalition Building Institute (NCBI).
Peacemaker
Das Programm Peacemaker funktioniert als Intervention für Primar- und Oberschulen, an denen Gewalt vorkommt, aber noch nicht eskaliert ist. Nach einführenden Veranstaltungen zu Themen wie Frieden oder Gewalt, wählt jede Klasse zwei Friedensstifter. Diese lernen dann, wie man bei Konflikten auf alle Parteien eingeht und ein verbindliches Übereinkommen aushandelt. Dabei hat es sich auch schon ergeben, dass rechtsgerichtete Jugendliche zu Friedensstiftern gewählt und so in die Verantwortung genommen wurden. Anbieter : National Coalition Building Institute (NCBI).
Internet Streetworking
Ein Team von Internet Streetworkern spürt neue Teilnehmer im rechtsextremen Netz auf und versucht, sich anhand von Spuren, welche diese im Netz hinterlassen, ein Bild von der Person zu machen. Vielfach handelt es sich um Jugendliche, die zwar durchaus rassistisch eingestellt, aber keine ideologisch gefestigten Extremisten sind. Ihre rechtsextremen Äusserungen verstehen die virtuellen Gassenarbeiter als Symptom für persönliche Probleme, etwa in der Familie oder bei der Lehrstellensuche. Unter einem Pseudonym nehmen die Internet Streetworker Kontakt auf und versuchen den Äusserungen des Jugendlichen argumentativ zu begegnen. Gleichzeitig wird mit Strafanzeigen und Information der Eltern Druck ausgeübt. Die Interaktion setzt sich im Idealfall fort mit Begegnungen in der realen Welt und endet mit einer öffentlichen Distanzierung des Jugendlichen von seinen extremen Äusserungen und Aktivitäten. Träger : Aktion Kinder des Holocaust.
Gegen Antisemtismus
Das Programm gegen Antisemitismus umfasst Workshops zum Thema Antisemitismus und Begegnungen mit Überlebenden des Holocaust. Dabei sollen Fehlinformationen zum Judentum geklärt werden und der Antisemitismus mit anderen Vorurteilen in Zusammenhang gestellt werden. Das Programm richtet sich in erster Linie an Schüler, aber auch an Menschen in der Erwachsenenbildung und sozial oder pädagogisch Tätige. Anbieter : National Coalition Building Institute (NCBI).
Spurgruppe
Die Spurgruppe steht allen Jugendlichen aus der Region Bern/Burgdorf offen. Sie trifft sich regelmässig und erarbeitet Projekte und Aktionen zu den Themen Gewalt und Rassismus. Anbieter: Verein für soziale und kulturelle Arbeit (Juko), Bern; Kontakt über gggfon.
Stopp-Rassismus-Kiosk
Der Stopp-Rassismus-Kiosk ist ein Anhänger-Wagen, mit einer Bar und Material zu den Themen Gewalt, Rassismus, Zivilcourage und Menschenrechte. Interessierte Gruppen können den Wagen für Aktionen in ihren Gemeinden mieten. Anbieter: Verein für soziale und kulturelle Arbeit (Juko), Bern; Kontakt über gggfon.
Videoclip
Junge Menschen haben die Gelegenheit, einen kurzen Videoclip zum Thema "In Bewegung gegen Gewalt und Rassismus" zu realisieren und kriegen dafür die Ausrüstung und ein professionelles Team zur Verfügung gestellt. Anbieter : gggfon.

