Eine spezialisierte Anlaufstelle für Rechtsextremismus betreiben nur die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Sie bietet vertrauliche Beratung für alle, die in irgendeiner Form von Rechtsextremismus betroffen sind - auch für aussteigewillige Szenegänger. Nicht zuletzt betreibt sie eine Selbsthilfegruppe für Eltern von rechtsextremen Jugendlichen.
In den Kantonen Luzern und Obwalden gibt es designierte Personen, die Beratungs- und Hilfeleistungen vermitteln.
Der Kanton Aargau bietet durch die Sektion Unterricht im Departement Bildung, Kultur und Sport ein umfassendes Konzept zur Bewältigung von Gewalt- und Disziplinarproblemen, einschliesslich Fällen von Rechtsextremismus. Schulen werden beraten in Prävention, Krisenintervention und dem Umgang mit Medien.
Die Fachstelle Extremismus in der Armee ist die Meldestelle für Vorfälle von Extremismus in der Armee. Sie wirkt ausserdem mit in der Schulung künftiger Offiziere und gibt Auskunft bei Sicherheitsprüfungen im Rahmen von Beförderungen.
Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung beim Bund führt ein Adressbuch von Anlauf- und Beratungsstellen für Opfer von rassistischer Diskriminierung und für Hilfe in Konfliktsituationen (in elektronischer und Papierform). Die Fachstelle kann aber nicht in Konfliktfällen eingreifen oder vermitteln. Das Adressbuch listet Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen, Ämter und Notfalldienste auf, die Opfern und Zeugen sowie Personen, die diesen beistehen, Hilfe anbieten.
Hinweise auf strafrechtlich relevante Tatbestände oder Absichten im Zusammenhang mit politischem Extremismus schliesslich nehmen das Bundesamt für Polizei fedpol oder die Kantonspolizeien entgegen. Die Kantonspolizeien helfen, wenn jemand dies wünscht, auch beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene.

